mojo hand bluesband

Zeitungsartikel „Olympia-Kino“ Leutershausen

„mojo hand“ sorgte zusammen mit Uli Kammerer und Wins Dyer für beste Stimmung unter dem Dach der Markthalle

Band und Publikum waren voneinander begeistert

Leutershausen. (hewa). „Toll, dass es heute Abend hier so voll ist“, sagte Wiebke Dau-Schmidt, die Erste Vorsitzende des Förderkreises Olympia-Kino, angesichts dicht besetzter Stuhlreihen und eng umringter Stehtische. Der Förderkreis hatte am vergangenen Samstag zum Konzert unter der Markthalle eingeladen. Mit „mojo hand“ trafen die Besucher dabei auf gute alte Bekannte, die - wenn auch unter anderem Namen – bereits zweimal im Kino selbst aufgetreten sind. „Damals hießen wir noch Magnolia und haben 2013 drüben im Saal unsere erste CD mit dem Titel „Magnolia live at the Olympia“ aufgenommen. Die Worte Kino und Leutershausen haben wir weggelassen“, verriet Konrad Fink dem Publikum später. Der Bassist führte durchs Programm und plauderte auch ein wenig aus dem Nähkästchen. Doch im Vordergrund stand natürlich die Musik. Eine abwechslungsreiche Mischung, die mit New Orleans-Grooves, treibenden Shuffle, knackigem Funk, jazzigem Swing und kernigem Rock die ganze Palette des Blues von den späten 1920er-Jahren bis heute abdeckte.

Musik Open Air, die perfekt zu diesem Sommerabend mit seinen milden Temperaturen passte, kulinarisch ergänzt um kühle Getränke sowie süßes Popcorn und herzhaft bestrichene Laugenstangen als leichte Snacks für zwischendurch. Einen Sonderapplaus gab es gleich zu Beginn für Uli Kammerer, der als „Special Guest“ für den Konzertabend extra aus Berlin in die alte Heimat angereist war und an Saxofon und Klarinette brillierte.

Nicht ganz so weit hatte es Sänger Wins Dyer aus Mannheim, sodass aus dem „mojo hand“- Kerntrio mit Bandleader Jürgen „Mojo“ Schultz (Vocals, Gitarre), Matthias Huber (Schlagzeug) und Konrad Fink (Vocals, Gitarre) in der Markthalle ein durchaus eingespieltes Quintett wurde, das das Publikum von Anfang an begeisterte.

„Clap your hands“ forderte Wins Dyer die Zuhörer beim Bluesklassiker „Every Day I've Got The Blues“ auf, und diese ließen sich nicht lange bitten. Bereits nach knapp 30 Minuten war die Stimmung bestens.

Die Musik von „mojo hand“ passte perfekt zu diesem milden Sommerabend
Foto: Kreutzer

„Groovin“, den von den Young Rascals 1967 geschriebenen und bis heute zigmal gecoverten Song, konnten vermutlich die meisten mitsingen oder zumindest mitsummen. Auch wenn es kein „sunny afternoon“, sondern ein chilliger Sommerabend war, passte das Lied, dessen Text die Leichtigkeit des Seins beschreibt, wunderbar zur entspannten Atmosphäre unter dem Dach der Markthalle.

„Unser Freund Wins Dyer hat dieses Jahr ohne unser Wissen heimlich geheiratet“, verriet Konrad Fink dem Publikum. Da passte der im Original von Marvin Gaye aufgenommene Song „How sweet it is to be loved by you“, das Dyer mit seiner unverkennbaren Blues- und Soulstimme sang, natürlich perfekt zum Thema. Zumal auch seine Frau im Publikum saß.

Auf das eher melancholische und getragene „Sittin' on the dock of the bay“ von Otis Redding folgte mit „Shake the Boogie“ ein rhythmischer Blues, verbunden mit der Aufforderung, die Zeile „Because your Boogie is alright with me“, mitzusingen und den „Body“ dabei gerne auch ein bisschen im Takt „mitzuschütteln“. Die Begeisterung über dieses Konzert lag durchaus auf beiden Seiten. Einmal beim Publikum, das von Anfang bis Ende jedes Stück mit viel Applaus belohnte. Aber auch die Band freute sich. Im Namen von „mojo hand“ lobte Konrad Fink den Förderkreis. „Das ist eine tolle Veranstaltung“ - und diese Aussage wurde ebenfalls mit Beifall quittier.

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